06.06.2007
Mit Sicherheit ins Ziel
SFG führt wieder Fahrradturniere an interessierten Schulen durch.
An der Grundschule Nord starteten die diesjährigen ADAC-Fahrradturniere und wie in den Vorjahren übernahm die Sportfahrer-Gemeinschaft Rinteln im ADAC (SFG) ihre Durchführung. Bei Christina Neubauer ist dieser verkehrserzieherische SFG-Bereich in besten Händen und dem Motto stets treu: Mit Sicherheit ans Ziel, musste auch in diesem Jahr wieder ein eng angelegter Parcours von insgesamt sechs teilnehmenden Dritten und Vierten Klassen, absolviert werden.

Eigenes Fahrrad wie auch Helm sind dabei erwünscht und dann werden die verschiedenen Schwierigkeitsgrade in Angriff genommen. Das sind ein korrekter Start, (mit Kopfdrehen), ein schmales Spurbrett, ein Kreisel, der mit einer Hand zu durchfahren ist, denn mit der anderen ist ein mit einer Kette verbundener Griff zu halten. Dann kommt die große Acht, in der kleine Holzklötzchen den Fahrbahnrand markieren, ein Schrägbrett und Abbiegen mit Handzeichen (dabei gleichzeitig eine Zahl merken). Die nachfolgende Slalomstrecke und das punktgenaue Bremsen im Ziel beenden dann den Durchlauf und die hier abgefragte Zahl, hat man sich unterwegs hoffentlich gemerkt.
Aufgaben, denen sich die Kids voller Eifer und Aufmerksamkeit stellen und auch der Spaß an der Sache kommt nicht zu kurz. Den Besten winkt zu einem späteren Zeitpunkt zudem eine weitere Qualifikation bei den Bezirks- oder Landesmeisterschaften.
Die meisten Dritt- oder Viertklässler kommen mit eigenem Fahrrad, das immer der Körpergröße des Kindes weitgehend Rechnung tragen sollt. Mit geschultem Blick, kontrollieren dann Polizeioberkommissar Rolf Potthast und sein Kollege Polizeikommissar Frank Brunner die ordnungsgemäße Ausstattung. Gibt es Mängel, werden diese den Kindern sehr verständlich erklärt, mit der Bitte zu Hause Abhilfe zu schaffen und die Fahrräder zu einem weiteren Termin erneut zur Prüfung vorzustellen. Alles muss funktionieren, denn die technische Sicherheit ist bei der Verkehrserziehung ebenfalls ein sehr wichtiger Aspekt. Ist die kritische Inspizierung der Ordnungshüter erfolgreich überstanden, gibt es eine Aufkleb-Plakette, die dies sichtbar bescheinigt. Immerhin, so Potthast, weisen rund ein Drittel der Fahrräder beim ersten Termin Mängel auf! Vater, Opa oder Bruder helfen dann meist bei der Mängelbeseitigung einigen wenigen Kindern bleibt diese familiäre Unterstützung allerdings versagt.

Horst Ahlswede und sein Lehrerteam arbeiten schon viele Wochen vor den Turnieren im Unterricht vorbereitend auf dieses Ereignis hin, denn Verkehrserziehung wird hier in der Wertigkeit stark unterstrichen. So wünscht sich der Schulleiter allerdings nicht nur zu den Fahrradturnieren das besondere Eltern-Augenmerk für den technischen Zustand der Räder ihrer Sprösslinge. Sein Wunsch ist, dass es zu den Selbstverständlichkeiten gehören sollte, das ganze Jahr über darauf zu achten.
Gezieltes Trainieren soll Risiko reduzieren und das Fahrverhalten im Straßenverkehr verbessern, so Christina Neubauer, die diese sinnvolle Unterrichtserweiterung in Zusammenarbeit mit verschiedenen Schulen und somit einigen hundert Kindern durchführt. Die Anforderung im Straßenverkehr ist groß und Gefahren müssen rechtzeitig erkannt und vor allem eingeschätzt werden. Diese Fahrradturniere sind dazu ein sinnvoller Beitrag, der natürlich auch im Elternhaus Fortsetzung finden sollte. Den mitwirkenden Eltern und den fleißigen Helfern der SFG Ramona, Gundula und Karl-Heinz sagt Christina ganz herzlichen Dank, denn ohne ehrenamtliche Unterstützung könnten diese zeitaufwändigen Turniere, die ausschließlich vormittags stattfinden, kaum durchgeführt werden.
